
Foto: Winfried
Stuttgart 21 – warum sind plötzlich alle dagegen?
Seit nun 17 Jahren ist das Großprojekt Stuttgart 21 in Planung. Jedes Mal wieder haben die Bürger Parteien gewählt, welche für den Umbau des Stuttgarter Hauptbahnhofs eintraten. Sämtliche von Bürgern eingereichte Klagen wurden gerichtlich behandelt und abgewiesen. Jedes denkbare Gremium hat sich mit dem Jahrhundertprojekt befasst und zugestimmt.
Wie kann es also sein, dass am Ende doch “alle” dagegen sind? Liegt es an den letztendlich viel zu hohen Kosten? Haben es die Verantwortlichen verpasst die Bürger ausreichend zu informieren? Ist das Vertrauen in die Politik in Stuttgart längst verloren gegangen?
Oder aber seht ihr einen ganz anderen Grund dafür?
Schlagwörter: Bahnhof, Stuttgart, Stuttgart 21
Diese Umfrage wurde am 24. Oktober 2010 erstellt.
Quelle: DIE ZEIT, No 41, 7. Oktober 2010
Grundlage bei allen Genehmigungsverfahren war ein Investitionsvolumen von ca. 4.2 Milliarden Euro bis weit in das Jahr 2009. Nun sind es ca. 8 Milliarden. Laut Rechnungshof mindestens 12 bis maximal 18 Milliarden Euro. Auf Grund der enorm gestiegenen Kosten entfällt die finanzielle Geschäftsgrundlage,weil diese enorme Verteuerung im Genehmigungsverfahren nicht berücksichtigt wurde. Ein genehmigtes Projekt sollte nur solange rechtskräftig bleiben, solange die im Genehmigungsverfahren ausgewiesenen Projekt Kosten maximal um 30% überschritten werden. Dies hätte dann zur Folge das alle Kosten im Genehmigungsverfahren auf den Tisch kommen. Keine vom Himmel gefallene Kostenexplosion einstellt und somit für das Volk Transparente Projekte vorliegen.
Heinz
Es wird doch gar nicht danach gefragt ob die Mehrheit vielleicht doch dafür ist. Könnt es nicht sein das all die Ruhigen dafür sind und nur die radikalen Gegner, die überall anzutreffen sind, ihre Meinung lautstark kundtun. Schreien eigentlich hier wirklich Baden Württemberger oder haben es nicht die Parteien auf ihre Fahnen geschrieben um Stimmen für die nächste Wahl zu bekommen. Haben wir nicht hier Leute vor uns die über die hohen Kosten klagen aber selbst durch ihr zu spätes Einschreiten nun die ersten überflüssigen Millionen verbraten? Werden nicht gerade deren Enkel dann die sein, die bei der Eröffnung jubeln, „unsere Großeltern dachten dabei schon in die Zukunft und bauten uns den Vorsprung aus. Ist die Situation nicht gerade für die Presse ein Profit um Umsatzzahlen zu heben? Welche Presse schreibt den in 5cm großen Lettern von den Befürwortern?????
Ich kann hier nur appellieren.
STEHT DEM FORTSCHRITT NICHT IM WEG SONST BRAUCHEN WIR AN DEN STELLEN AUCH WIEDER DIE “NICHTDEUTSCHEN” DIE ES UNS ZEIGEN UND WIR DANN WIEDERMAL DIE SIND, DIE ZU SPÄT REAGIEREN. IN DER WIRTSCHAFT UND AUSBILDUNG LIEF ES SO UND NUN AUCH BEI STUTTGART 21. DIE SCHWEIZER LACHEN ÜBER UNS SCHON, HABEN DIE ES UNS NICHT GEZEIGT. WOLLEN WIR WEITERHIN EIN VORZEIGBARES LÄNDLE SEIN DANN MACHT UNSERE HAUPTSTADT AUCH ZU DEM WAS SIE SEIN SOLL; SCHÖN UND FUNKTIONELL: HABEN DIE GEGNER EIGENTLICH EINMAL SCHON VOM FERNSEHTURM IN DEN KESSEL GESCHAUT? KÖNNT NICHT SEIN DAS SIE DER ZUKUNFT UNSERES LANDES IM WEG STEHEN?
Zu Keil: es sind gerade die Schweizer, die uns zeigen, wie ein Bahnsystem sinnvoll ausgebaut werden soll – keine Hochgesschwindigkeitsstrecken, aber ein dichter Takt und ein gut abgestimmtes System der Umsteigemöglichkeiten. Stuttgart 21 schluckt Geld, das sonst in z.B. den Ausbau der Rheinstrecke in Baden-Württemberg fliessen würde. Weil dieses Geld fehlt, kommt Deutschland seiner internationalen Verpflichtungen nicht nach, und die Vorteile des neue Gotthard Basis-Tunnels werden nicht voll ausgeschöpft, und das heisst, mehr Lkws auf Schweizer Strassen. Frag die Schweizer, was sie denken!
Diejenigen Politiker, die uns sagen: war schon durch alle politischen Gremien. Wo kommen wir dahin, wenn alles wieder in Frage gestellt wird, da kann man sich doch auf nichts mehr verlassen…..sind doch gerade die, die auch den Atomkonsens gerade wieder kippen…
@Michael: Wer ständig behauptet, die Schweizer machten es uns vor, sollte sich mal eines überlegen: Die Schweiz ist wesentlich kleiner, die Strecken wesentlich kürzer. Da machen Hochgeschwindigkeitsstrecken schlicht weniger Sinn als bei uns. Eine Strecke Basel-Berlin mit Hochgeschwindigkeitszügen zu fahren mag hier sinnvoll, doch in der Schweiz gibt es schlichtweg wenige Strecken, auf denen ein Hochgeschwindigkeitszug Sinn macht. Lausanne-Zürich beispielsweise entspricht gerade einmal Basel-Karlsruhe. Abgesehen davon ist das Verkehrsaufkommen in der Schweiz wesentlich geringer. Es ist also überhaupt nicht vergleichbar.
Das Projekt wird sowieso gebaut !
Sonst hätten man die Bürgerbefragung
vor dem Baubeginn gemacht
Es wurde schon zu viel Geld ausgegeben
DIE ABSTIMMUNG ÜBER STUTTGART 21 IST EINE REINE VERARSCHUNG DES VOLKES
aus sicherer polit-quelle weiß ich, das die wahl nur proforma fürs volk ist um glaubhaft zu machen,daß wir demokrati haben.der bahnhof wird gebaut egal wie das volk entscheidet das ergebniss steht bereits fest.
wir müssen uns wehren unsere politiker haben schon lange nichts mehr zu sagen
Da sieht man einmal, wie leicht sich die Schwaben von irgendwelchen Wirtschaftstechnokraten verführen lassen.
Dabei spricht doch so viel gegen den Bau dieses Bahnhofs (http://www.kopfbahnhof-21.de/index.php?id=501).
Das einzige Gegenargument der Projekt-Befürworter lautet ‘Fortschritt’.
“Also wäre die Tötung von Behinderten auch in Ordnung, insofern dies die Wirtschaft befördern würde?”, könnte man etwas zynisch fragen.
Gewählt wurde – ich bin entsetzt über das Ergebnis!!!! – S21 wird kommen – unfassbar!
Mal abgesehen davon, dass die bis jetzt errechneten Kosten, wohl beiweitem nicht ausreichen werden, wird das irgendwann mal fertiggestellte S21, für den Bahnkunden ein lebensgefährliches Bauwerksein.
Da kann er nur hoffen, dass nicht irgendwo vielleicht mal ein Feuer ausbricht, dass es aus einem anderen Grund nötig wäre, die kaum vorhandenen und viel zu engen Fluchtwege nützen zu müssen/wollen. Denn seine Überlebenschance wäre da recht gering!
Auch Senioren, Schwerbehinderte und die “wichtigsten”, Mütter mit Kindern, werden es wohl schwer haben, im S21 zu ihren Zügen zu kommen. – Na ich möcht’ da mal eine Mutter mit Kinderwagen sehen, die mit hochrotem Kopf und schimpfend, sich die 60%ige Steigung raufarbeitet, um an ihren Zug zu kommen. – Na und Senioren und auf jeden Fall Schwerbehinderte, werden da auch große Schwierigkeiten haben.
Das zeigt auch gleich an, dass das S21 wohl gegen mehrere Gesetze und Richtlinien verstößt.
Zitat: S21 verstößt gegen UN-Behindertenrechtskonvention !!!!!!!!
Und wer wird das dann letztendlich wohl alles ausbaden müssen? Nur die Bahnreisenden! Ticketpreise wahnwitzig hoch!
Also ich würde in dieser Disskusionsrunde gerne die PRO Seite einnehmen und kann aus diesem Grund Keil nur zustimmen!!
Des Weiteren verstehe ich nicht, wie es die vergangenen letzten Jahre (während der gesamten Planungsphase)niemanden interessiert bzw gestört hatte… und vor einem Jahr hieß es dann plötzlich: Wir sind “alle” dagegen!
Ob die Abstimmung gestern nur pro forma war weiß ich nicht! Muss jedoch zugeben, dass der Gedanke aufkommen KÖNNTE!
Nichts desto trotz, ich freue mich auf den neuen Bahnhof!!